Dr. med. Dieter Hoffmann - Orthopädie Leonberg
Dr. med. Dieter Hoffmann - Orthopädie Leonberg

Osteoporose vorbeugen und behandeln – Beweglichkeit bis ins hohe Alter!

Osteoporose, was ist das?

Die Osteoporose, auch als Knochenschwund bezeichnet, ist eine Erkrankung des Skelettsystems.

 

Knochensubstanzen und –strukturen gehen bei einer Osteoporoseerkrankung verloren oder werden vermindert und dadurch verschlechtert sich die Gewebestruktur der Knochen. Die Stabilität sowie die Elastizität gehen dadurch weitgehend verloren.

 

Folgendermaßen sind die Knochen anfälliger für Brüche, sie können sogar in sich zusammensinken (sintern) – es besteht dann ein erhöhtes Risiko im Bereich der Wirbelkörper – dies kann zu erheblichen Beweglichkeitseinschränkungen bis hin zu einem so genannten „Witwenbuckel“ führen.

 

Sport gegen Osteoporose?

Regelmäßige Bewegung schützt in jedem Alter, dadurch wird der Knochenabbau gebremst, dies ist eine sehr wirksame Vorbeugung gegen Osteoporose.

 

Sportliche Menschen bauen mehr Knochenmasse auf. Wer also Osteoporoseprophylaxe betreiben möchte, sollte regelmäßig Sport treiben. Die Wirkung von Sport als Osteoporose-Vorbeugung wurde in Osteoporose-Präventionsstudien nachgewiesen.

 

Geeignete Sportarten zur Vorbeugung und Behandlung von Osteoporose
  • Wandern, Walken, schnelles Gehen
  • Joggen
  • Skilanglauf
  • Schwimmen, Wassergymnastik
  • Tanzen

 

Ideal bei Osteoporose sowie zur Vorbeugung von Osteoporose ist Joggen, da die Erschütterungen den Knochen notwendige Anreize geben, mehr Knochenmasse aufzubauen. Für die weniger Trainierten empfiehlt sich Walking, Wandern, Radfahren und Schwimmen. Zusätzliche regelmäßige Physiotherapie und Gymnastik stärkt die Muskulatur, stabilisiert so die Gelenke und entlastet den Körper.

 

Nicht geeignete Sportarten zur Vorbeugung von Osteoporose sind:
  • Handball oder Fußball - Gefahr von Stürzen
  • Kampfsportarten
  • Squash und Tennis

 

Vorbeugung von Osteoporose bereits im Kindesalter

Was können Sie Ihrem Kind mitgeben?


Toben, laufen, klettern – für Kinder sind Bewegungsreize sehr wichtig. Wer von klein auf ein aktives Leben führt, baut gesunde Knochenmasse auf und beugt so bereits im Kindesalter gegen Osteoporose vor. Achten Sie vor allem während der Schulzeit auf die ausreichende Bewegung ihrer Kinder. Zu langes Sitzen fördert schon bei Kindern Fehlhaltungen im Rückenbereich, die Wirbelsäule kann dadurch erheblichen Belastungen ausgesetzt sein.

 

Tipps für das körperliche Training bei Osteoporose
  • Sanftes Training - nicht Überanstrengen
  • Nützen Sie jede Möglichkeit der Bewegung im Alltag (Treppensteigen statt Lift)
  • Jeden Tag einen zügigen Spaziergang
  • Achten Sie auf Ihre Haltung - Wirbelsäule gerade halten
  • Beim Bücken immer in die Knie gehen
  • Jeden zweiten Tag Gymnastik
  • Lassen Sie sich von einem Arzt Ihres Vertrauens beraten und begleiten

 

Ernährung zur Vorbeugung und Behandlung von Osteoporose:

Da körperliche Bewegung den Knochenstoffwechsel anregt, kann zudem vermehrt Kalzium in den Knochen eingebaut werden. Achten Sie auf eine ausreichende Versorgung mit Kalzium und Vitamin D. Kalzium ist in vielen Obst- und Gemüsesorten, Milch und Milchprodukten sowie in Nüssen, Samen und Mineralwässern enthalten.

Hier die Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e. V. zum Thema Osteoporose: www.dge.de

 

Risikofaktoren zur Entstehung einer Osteoporose
  • Zu wenig Bewegung
  • Zu wenig Sonnenlicht
  • Übermäßiger Nikotin-, Koffein- und / oder Alkoholkonsum
  • Familiäre Vorbelastungen
  • Krankheiten wie Magersucht, Bulimie
  • Totaloperationen bei Frauen
  • Beginn des Klimakteriums
  • Kalzium – und / oder Vitamin D – Mangel
  • Regelmäßige Einnahme von Medikamente wie beispielsweise Kortison oder Heparin

 

Beschwerdebilder als Warnzeichen für Osteoporose
  • Knochenbrüche an Armen, Beinen etc. die leicht und überdurchschnittlich häufig auftreten
  • Häufige Muskelverspannungen als Folge von Wirbelsäulenfehlstellung
  • Rückenschmerzen
  • Bildung eines Buckels
  • Verlust an Körpergröße um bis zu 30 cm
  • Atembeschwerden, Verdauungsbeschwerden durch Einengungen (bedingt durch Fehlstellung)
  • Bei Röntgenuntersuchung Feststellung von älteren Knochenbrüchen

 

Diagnose der Osteoporose

Ein frühzeitiges Erkennen der Osteoporose ist häufig schwierig - oft bleibt sie Jahre unerkannt. Dabei wäre ein frühes Erkennen so wichtig, um die Folgen möglichst gering zu halten.

 

Diagnoseverfahren Osteoporose
  • Röntgenuntersuchung/Osteodensitometrie/DXA-Methode (Knochendichtemessung)
  • Computertomographie
  • Ultraschallmessung (nur als Ergänzung)

 

Genuntersuchung (hierbei können Gendefekte erkannt werden – dies ist wichtig zur Prophylaxebehandlung)